Leben oder Lieben. Das ist hier die Frage. VLOG0039 #MonasSUVreisen

Leben oder lieben? Das ist hier die Frage. VLOG0039

Leben oder lieben? Das ist hier die Frage. VLOG0039

Übertreibe ich? Ich denke nicht. Dies ist ein Video über meine Scheidung im Dezember vor ein paar Tagen. Es war der traurigste Tag im Dezember. Schon komisch, es war auch sehr romantisch und lustig. Mein Mann und ich haben jede Minute zusammen genossen. Vor und nach der Scheidung. Sogar der Richter und der Anwalt waren amüsiert und angezogen von unserem scheinbar guten Verhältnis zueinander. Warum zur Hölle mussten wir uns scheiden lassen?

Es ist der Traum der meisten Menschen: Lebenslange, glückliche, gegenseitige, erfüllte Liebe. Leider ist es im Leben eines der Dinge, die am schwierigsten zu erreichen sind. Und je spezieller die Persönlichkeiten, Wünsche und Lebensstile der Partner sind, oder je stärker sich die Lebensstile bei einem oder beiden Partnern ändern, umso schwieriger ist es, ein gemeinsames Leben zu führen. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist. In meinem Fall hätte eine Million Euro unser Problem gelöst. Aber ich beginne lieber von vorne.

2014 haben Olaf und ich uns kennen gelernt. Wir liebten beide Wanderungen in den Bergen. Ich zog frisch nach Garmisch-Partenkirchen, wo er lebte. Er war mein Mitbewohner in der WG, in die ich zog, denn in Garmisch sind die Wohnungen nicht nur sauteuer, weil viele dort hinziehen möchten, sondern auch kaum verfügbar, da sie so beliebt sind, also kann man froh sein, wenn man ein WG-Zimmer findet. Für mich persönlich ist eine WG nichts. Ich finde es absolut nervig, so eng aufeinander zu hocken mit Menschen, mit denen man nicht sowieso eine Beziehung hat oder die nicht eh zur Familie gehören. Die Geräusche, Gerüche, verschiedenen Vorstellungen von Ordnung, sind für mich tendenziell belastend. Ich fand Olaf von Anfang an interessant, war aber zu sehr damit beschäftigt, eine Wohnung zu finden, zu arbeiten und meinen Hobbys nachzugehen, und wir saßen zu eng aufeinander, als dass freiwillige Nähe hätte entstehen können. Deshalb war ich froh, bald eine Wohnung gefunden zu haben, auch wenn diese eine Souterrain-Wohnung war und kaum Licht hatte. Und so hatte ich mehr Privatsphäre, und Olaf und ich kamen zusammen.

Allerdings war ich mit meinen Wohnungen immer unzufrieden. Damals wusste ich noch nicht, welche andere Lösung es dafür geben könnte, als einfach umzuziehen. Von Vanlife wusste ich nichts, und Camper waren mir suspekt. Also zog ich nach München, denn München bietet eben alles. Arbeit, Kultur, öffentliche Verkehrsmittel, die Nähe zu Ausflugszielen. Nur Olaf wollte nicht mitkommen. Ich hatte in München auch nur ein Zimmer, denn München ist noch teurer als Garmisch, und es ist noch schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wir entschlossen uns eines Tages, eine bezahlbare, große Wohnung im Bayerischen Wald zu mieten. Ich hatte jedoch total unterschätzt, dass ich dort keine Arbeit finden würde und wir vom Existenzminimum leben mussten. Zudem waren unsere Nachbarn äußerst laute, unangenehme Menschen. Wir zogen nach Bad Birnbach. Ein hübscher Kurort, den ich schon lange vorher lieben gelernt hatte. Günstige Mieten, Bahnhof mit Anschluss Richtung München vorhanden. Und so konnte ich in München arbeiten und ruhig in Naturnähe leben. Nur Olaf fühlte sich nicht wohl. Die Berge in weiter Ferne. Ich immer total kaputt zwischen zwei Nachtschichten (5 Stunden Pendelzeit täglich). Und ich war wieder unzufrieden. Meine Unzufriedenheit äußerte sich darin, dass ich täglich herum schimpfte, dass es schmutzig sei in der Wohnung, und so lange motzte, bis ich es schlecht gelaunt selbst erledigte. So machte ich Haushalt und Arbeit, und Olaf nichts. Mit dieser Situation kamen wir beide nicht klar. Trotzdem heirateten wir. Wir waren von Beginn an in der Eheberatung. Es half jedoch nicht. Die Pendelei war eine zu große Belastung für unsere Beziehung. In München oder Garmisch fanden wir keine bezahlbare Wohnung mit zwei Zimmern (da ich tagsüber schlafen musste, wäre ein Zimmer zu wenig gewesen). Wir trennten uns. Und ich schmiss das Handtuch komplett und ging nach Teneriffa. Gab meine Wohnung auf, verkaufte alles. Kaufte mir ein Dachzelt. Und begann mein neues Leben.

Nach ein paar Monaten machte ich einen Heimatbesuch in Bayern und fragte Olaf, ob wir uns als Freunde treffen könnten. Als Freunde. Ganz klar, dass das nicht funktionieren würde. Und so kamen wir also wieder zusammen und führten erstmal ein paar Monate eine Fernbeziehung. Es war furchtbar und schön gleichzeitig. Dann wollte ich zwei Monate in Deutschland verbringen. Olaf probierte Vanlife mit mir aus, um zu sehen, ob das auch für ihn interessant sein könnte. Doch er mochte es nur ein bisschen, wollte es aber nicht im Alltag haben. Er brauchte einfach sein Zimmer, sein Bad und seine Küche. Seinen Rückzugspunkt und seine gewohnte Umgebung. Jetzt musste ich mich entscheiden. Weiterhin eine Fernbeziehung, damit ich reisen kann? Aber für mich ist das eine Qual, weil ich sehr viel körperliche Nähe brauche. Oder mein Vanlife aufgeben? Aber ich war noch nie so glücklich wie mit diesem Lebensstil. Oder meinen Mann aufgeben, obwohl ich ihn so liebe? Was für eine furchtbare Frage, die ich mir da stellen musste. Niemand sollte gezwungen sein, sich diese Frage stellen zu müssen. Aber da er kein Geld verdient, hätte ich ihm alle Reisen finanzieren müssen. Das hätte ich auf Dauer nicht geschafft, da ich ganz normal verdiene. Also gaben wir im Oktober endgültig auf. Olaf reichte die Scheidung ein. Ein Trennungsjahr hatten wir sowieso schon hinter uns. Hoffnung gab es nicht für uns, da hätten wir schon im Lotto gewinnen müssen. Also war im Dezember unsere Scheidung. Wir trennten uns nicht nur friedlich, sondern sogar romantisch. Wir waren vor dem Termin miteinander wandern, obwohl ich zwischen zwei Nachtschichten war, und nach dem Termin auf dem Christkindlmarkt. Es ist wirklich schade, aber was sollte ich anderes tun? Mein Leben aufgeben? Dann wäre es nicht mehr mein Leben. Und es ist doch das einzige Leben, das ich habe.

Mein Video dazu (auf englisch):

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